Liebe Freunde der LINIE WEST,
Viel Spass mit der neuen Website, wir freuen uns auf euren Besuch am 06.12.2011!
Galerie Klaus Gerrit Friese
Galerie Reinhard Hauff
Parrotta Contemporary Art
Künstlerhaus Stuttgart
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Parrotta Contemporary Art
Künstlerhaus Stuttgart

Stefan Guggisberg
18.11.2011 – 28.01.2012
Di – Fr 11-18 Uhr, Sa 11 – 16 Uhr, u.n.V.
Der Quantenphysiker Hans-Peter Dürr (1929 in Stuttgart geboren) hat sich mit den vielfältigen Versuchen der Wissenschaften beschäftigt, sich durch Forschungsfragen und deren Ergebnisse der Wirklichkeit zu nähern, um dann zu finden, daß dies nur in Form von Gleichnissen möglich ist. Dürr kommt am Ende seiner eigenen intensiven Tätigkeit als Naturwissenschaftler, zu dem Schluß, daß „die Grundwirklichkeit mehr Ähnlichkeit mit dem unfaßbaren, lebendigen Geist [hat] als mit der uns geläufigen greifbaren stofflichen Materie“.
Sein Hinausdenken über Versuchsreihen und Nachweisbarkeiten hin zu dem Nichtgreifbaren des Geistes findet im Werk Stefan Guggisbergs eine bildliche Entsprechung. Guggisbergs Motive entziehen sich einer räumlichen und zeitlichen Bestimmbarkeit und führen den Betrachter in einen visuellen Bereich, in dem die definierbaren und bekannten Formen sich aufgelöst haben, um eine neue, innere Ordnung anzunehmen. Damit schafft Stefan Guggisberg eine Wirklichkeit auf dem Papier, die durch die allmähliche Auflösung der Figur und die dabei entwickelten Farbräume und Farbwellen eine Gültigkeit gewinnt, die gerade für das Geistige ein Resonanzfeld eröffnet. Guggisberg selbst spricht von einem in sich geschlossenen Bildkosmos, der durch das „Dirigieren“ von Kräften und von Bewegungen entstehe. Dieses „Dirigieren“ meint die sehr besondere Genese der Werke, der die Prozeßhaftigkeit in mehrerer Hinsicht immanent ist: er überzieht das Blatt Papier mit Ölfarbe und läßt das eigentliche Bildmotiv durch das Wegradieren der zuvor aufgetragenen Farbe entstehen. Ein entfernendes Element zeichnet – und mal stärkere, mal zartere Flächen bleiben zurück. Von einer aufgetragenen Oberfläche dringt Guggisberg so zu einem Untergrund vor, der auch inhaltlich als solcher zu verstehen ist: die Abtragung des Äußeren legt Inneres frei. Diesem Arbeitsprozeß liegt, laut Stefan Guggisberg, keine motivische Konzeption, sondern eine Ahnung zugrunde. So wie die Hand des Zeichners Transmitter einer inneren Bewegung ist, ist der Körper des Betrachters Empfänger einer von Farb- und Zeichenstruktur übermittelten Schwingung. Beim Ansehen dieser Bilder, insbesondere der großen Papiere, wird der Betrachter beinahe körperlich in Bewegung versetzt. Der Blick verliert sich in den oszillierenden monochromen und vielfarbigen Zeichenebenen. Nach Motivbedeutung muß dabei nicht gefahndet werden. Vielmehr ist die Erfahrung eines nicht vorhandenen Endpunktes, dadurch von größter Offenheit und Weite möglich. Stefan Guggisbergs Bilder fordern zum gedanklichen Eintritt auf. Geht der Betrachter diesen visuellen Weg, ist die Ahnung einer anderen, neuen Klarheit möglich. Text: Elisa Tamaschke.
Abbildung: Stefan Guggisberg »ohne Titel (Übernahme)« 2010, Öl auf Papier, 215 x 170 cm

Thomas Janitzky, Inga Kerber, Jochen Plogsties und Anna Sartorius
07.11.2011 – 28.01.2012
Eröffnung:
Dienstag, 6.12 2011, 17 – 21 Uhr, mit einer Performance von Thomas Janitzky um 19 Uhr
»Das Potenzial der Wiederholung liegt für uns auch darin, dass sie immer verfehlt ist. Damit eröffnet sie den Weg zu etwas Neuem.« Aus dem Interview Anna Sartorius/Prinz Gholam vom 20.11.2009
Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag 11 – 18 Uhr, Samstag 11 – 16 Uhr u. n. V.