Galerienrundgang im Stuttgarter Westen und Mitte
18 – 22 Uhr
anschließend gemeinsames Sommerfest im WKV
21.30 Uhr
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ZINNOBER-SOMMER 2012

Ein Projekt über Selbstorganisation, Arbeitsräume und Materialität


Ausstellung, 4. Stock

30. Juni 2012 – 2. September 2012

Eröffnung: Freitag, 29. Juni 2012, 19 Uhr

Teilnehmende KünstlerInnen:
Barbara Armbruster, Adeline Bohnet, Jochen Detscher, Yves Findling, Angelika Flaig/Matthias Schneider-Hollek/Michael Wackwitz, Tilda George, Manu HarmsSchlaf, Susanne Hartmann, Barbara Karsch-ChaÏeb, Hedda Katsaros, Karima Klasen, Christiane Lesch, Gisela List, Sabine Lorenzen, Birgit Mendel, Monika Nuber, Georg Ozory, Monika Pfrommer, Gwendolyn Rabenstein, Maria Grazia Sacchitelli, Stefanie Schellenberger, Gisela Schulz, Charlotte Squire, Robert Steng, Hans-Jürgen Wolfsturm

Recherche und Produktion:
Daniel Coley, Jochen Detscher, Regina Fasshauer, Ronald Kolb, Birgit Mendel, Gwendolyn Rabenstein, Adnan Yildiz

mit Material-Bibliothek, Archiv und Q & A/Werkstätten Künstlerhaus Stuttgart

Am Freitag, den 29. Juni 2012, eröffnet die diesjährige Sommerausstellung des Künstlerhaus Stuttgart unter dem Titel „ZINNOBER-SOMMER 2012“. Die Ausstellung versammelt Werke lokaler KünstlerInnen unterschiedlicher Disziplinen, die eigens vor Ort in den Künstlerhaus-Werkstätten entstanden sind. Darüber hinaus werden eine Werkstoffbibliothek, Archivmaterial sowie Interviews mit den teilnehmenden KünstlerInnen präsentiert.

Die Idee zum Projekt “ZINNOBER-SOMMER 2012″ begründet sich aus jener Aufgabe, die sich das Künstlerhaus Stuttgart seit fast 35 Jahren zu eigen macht: KünstlerInnen in Stuttgart und Umgebung mit Produktionsräumen in Form von interdisziplinären Werkstätten zu versorgen.

Die Werkstätten für Tonaufnahmen, Fotografie, Film, Computer- und Videokunst, Siebdruck, Radierung, Lithographie, Hochdruck und Keramik befinden sich im selben Gebäude in der Reuchlinstraße 4b wie die Ateliers, Büro- und Ausstellungsräume des Künstlerhauses. In diesen Werkstätten arbeiten Stuttgarter KünstlerInnen an ihren Werken, manchmal im Austausch und in Kooperation mit internationalen Künstler-Innen. Regelmäßig finden in den Werkstätten Einführungskurse und Seminare zu Einzelthemen statt. Die Werkstätten bieten nicht nur Raum für künstlerische Experimente und die Produktion der Arbeiten, sondern auch einen Ort der Diskussion und des Austauschs.

“ZINNOBER-SOMMER 2012″ bringt die einzelnen Werkstätten im Künstlerhaus in der Auseinandersetzung mit einem gemeinsamen Thema im Sinne einer formalen und/oder inhaltlichen Klammer zusammen: „ZINNOBER“, das klassische Pigment mit seiner historischen und kunsthistorischen Bedeutung, aber auch seiner umgangssprachlichen Mehrdeutigkeit.
Das Projekt ermuntert die Beteiligten zu einer (kritischen) Befragung ihrer individuellen Produktions-erfahrungen in den Künstlerhaus-Werkstätten im Kontext einer Neufassung von Begriffen wie Selbstorganisation, Arbeitsraum, kollektive Kreativität und Materialität. Integraler Bestandteil des Projektes ist die Entwicklung eines selbstorganisierten Arbeitsprozesses durch die beteiligten KünstlerInnen, der sowohl eine künstlerische als auch kuratorische Beteiligung und Kollaboration beinhaltet.

Das Projekt behandelt ebenso Fragen, die mit dem Ausstellungsmachen als Lernprozess, mit Materialexperimenten und dem Verhältnis von Material und künstlerischer Form zu tun haben. Die TeilnehmerInnen betrachten dabei Ihre Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit folgenden Fragen:

- Welchen Einfluss hat die Materialität auf den jeweils eigenen künstlerischen Ansatz bzw. auf die Konzeption der künstlerischen Produktion und darauf, wie wir künstlerische Äußerungen aufnehmen und Ausstellungen wahrnehmen?

- Wie definieren und unterscheiden sich Ateliers, Werkstätten und der Ausstellungsraum als Orte der künstlerischen Produktion?

- Wie könnten kollektive Kreativität und Selbstorganisation zu einem institutionellen Modell beitragen, bei dem ein Ausstellungsprogramm mit anderen Produktionseinheiten wie Ateliers oder Werkstätten verbunden wird?

In der Suche nach möglichen Antworten auf diese Fragen, ist die Ausstellung „ZINNOBER-SOMMER 2012“ als kontinuierlicher Workshop zu verstehen, der den Prozess des Ausstellungsmachens gewissermaßen umkehren und diesen selbst als Werkstattprozess begreifbar machen will. Die Finissage bietet abschließend Gelegenheit, das Format der „Ausstellung“ als Produktionsform und kollektive Erfahrung rückblickend noch einmal zu bewerten.

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TERMINE:

Samstag, 14. Juli 2012, 11-18 Uhr
Offene Werkstätten
Die Druckwerkstätten und die Keramikwerkstatt im Erdgeschoss sowie das Fotolabor im 1. Stock sind für Interessierte geöffnet und geben Einblick in die Produktionsbedingungen im Künstlerhaus. Die hier arbeitenden KünstlerInnen lassen sich an diesem Tag über die Schulter schauen, bieten Technikvorführungen an und stehen für die Beantwortung von Fragen rund um das Arbeiten im Künstlerhaus zur Verfügung.

Montag, 23. Juli 2012, 19 Uhr
Zinnoberrot – Geschichte und Herstellung eines Pigments
Vortrag von Eva Eis, Dipl.-Restauratorin bei Kremer Pigmente/Farbmühle Aichstetten
www.kremer-pigmente.de

Sonntag, 2. September 2012, 11 Uhr
Finissage-Zinnober

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MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG DER LBBW.

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Klaus-Martin Treder

KLAUS-MARTIN TREDER

- Get Jason over here.
- Adam wants to see Jason.

15.06. – 31.08.2012

Di – Fr 13 – 18 Uhr, u.n.V.

- Get Jason over here.
- Adam wants to see Jason.
ist Klaus-Martin Treders erste Einzelausstellung in der Galerie Reinhard Hauff. Klaus-Martin Treder versetzt uns in Unsicherheit. Wer ist Jason und warum will dieser Adam ihn sehen und was hat der Titel mit seiner Kunst zu tun? Um was für eine Form von Malerei handelt es sich? Ist es Malerei?

Treder gebraucht Stil und Technik in einer Weise, die einen zunächst im Unklaren lässt, wie seine Bilder entstanden sind. Tropfen und Spritzer sind nicht das Ergebnis eines spontanen gestischen Ausdrucks sondern das Resultat einer höchst kalkulierenden Vorgehensweise. Schlieren getrockneter Farbe werden in Kompositionen aus monochromen Flächen, zerschnitten von Linien in scheinbar undefinierten Radien, appliziert. Arrangements von Formen, Flächen und gekrümmten Linien entziehen sich (fortlaufend) dem Versuch Bezüge herzustellen. Strategisches Ziel ist die Fortentwicklung der abstrakten Malerei unter Zuhilfenahme eines Archivs an Zeichnungen, in denen Treder seine Bildsysteme entwickelt und langfristig angelegt hat. Synästhetisch erweitert wird die Malerei durch die Assemblage von Material aus dem täglichen Leben. Schraffuren und Stäube entpuppen sich auf den zweiten Blick als das Ergebnis einer Rasur und Farbkleckse als Medikamente, Kaffeebohnen, Kaugummis oder Verschlüsse von Milchtüten.

Der Ausstellungstitel ist ein Zitatfragment aus David Lynchs Mulholland Drive. David Lynch selbst gab einige kryptische Hinweise zur Entschlüsselung der vielschichtigen Handlung seines Filmes, die letztendlich allesamt ins Leere laufen: „Zwei wichtige Hinweise finden sich bereits im Eröffnungstitel“. Achten Sie genau auf Farbflächen, Linien, Kaffeebohnen und Pillen!

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